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Kunst und Kultur

Die hohe Lebensqualität in NRW zeichnet sich auch durch ein großes Kulturangebot aus. Vor allem die Kunststiftung NRW sorgt für einen hohen Qualitätsstandard. Mit jedem Tipp, Los und mit jeder Sportwette fördern die Lottospieler also auch die Museen- und Kulturlandschaft in NRW.

Ein Projekt der Arbeiterwohlfahrt vermittelt Grundschülern Werte und Kultur des Bergbaus.

26.02.2020
Ende 2018 schloss die letzte Zeche im Ruhrgebiet. Damit ging eine mehr als hundert Jahre alte Tradition zu Ende. Was wird davon bleiben? Das Projekt „Ich kann was! Kinder im Revier“ von der Arbeiterwohlfahrt und RAG-Stiftung bringt Kindern die Werte des Bergbaus und der Kumpel nahe. Damit diese Kultur lebendig bleibt.

Aus Kohle geboren, auf Kohle gebaut, mit Kohle mächtig geworden – das war einmal das Ruhrgebiet. Vorbei. Ende 2018 hat dort die letzte Zeche geschlossen. Damit ging eine mehr als hundert Jahre alte Tradition zu Ende. Jetzt gibt es keine Kohle und keine Kumpel mehr. Aber Kohle und Kumpel haben das Ruhrgebiet geprägt, sind dessen Identität. Was wird davon bleiben? Welche Werte werden das Ruhrgebiet künftig prägen? Schwere Fragen, auf die das Projekt „Ich kann was! Kinder im Revier“ von Arbeiterwohlfahrt und RAG-Stiftung Antworten sucht. Denn dessen Ziel ist es, Kindern die Werte des Bergbaus und der Kumpel nahe zu bringen. Damit deren Kultur lebendig bleibt.

Einmal pro Woche
Wie in der Bergbau-AG der Offenen Ganztagsschule (OGS) Oberwinzerfeld in Hattingen. Wer ist eigentlich die heilige Barbara und was hat sie mit dem Bergbau zu tun? Warum stellt man im Erzgebirge in der Winterzeit Lichterbögen in die Fenster? Seit Anfang 2018 beschäftigen sich OGS-Leiterin Janette Stolpe und ihr Team einmal pro Woche mit dem Thema Bergbau. Die Pädagoginnen lassen sich immer wieder etwas Neues einfallen, sodass bei den Grundschülern keine Langweile aufkommt. Ganz im Gegenteil: „Mit dem Projekt können wir viele Kinder erreichen“, berichtet die OGS-Leiterin. So bekamen sie schon Besuch von ehemaligen Bergleuten, die von ihrer Arbeit unter Tage berichteten, ein anderes Mal unternahmen sie einen Ausflug zur nahe gelegenen ehemaligen Zeche „Verlorener Sohn“ oder interviewten in der Bochumer Innenstadt Passanten zum Thema Kohle und Bergbau.

Zusammenhalt
Im ganzen Ruhrgebiet nehmen Schüler an dem von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) gesteuerten Projekt unter dem Motto „Kinder lernen Kumpel kennen“ teil. Es wird von der RAG-Stiftung gefördert und von der GlücksSpirale, der Lotterie, die Gutes tut, mit Tablets unterstützt. „Ohne Sponsoren wären solche Aktionen nicht möglich, daher sind wir sehr dankbar. Ziel ist es, Kindern die Kultur und die Werte des Bergbaus und der Kumpel nahe zu bringen. Denn kaum etwas hat das Leben der Menschen in der Region so stark geprägt wie die Werte der Bergleute“, erklärt AWO-Projektkoordination Leonie Freisewinkel. Im Streb unter Tage hätten Verlässlichkeit, Verantwortung, Solidarität und Mut gezählt, der starke Zusammenhalt der Kumpel solle den Kindern dabei als Vorbild dienen, ergänzt sie.

Alltag bleibt erlebbar
Dazu lernen die Kinder so einiges zur Geschichte des Bergbaus: „Die heilige Barbara steht in jedem Stollen in einer kleinen Nische und beschützt die Bergleute. Der Barbaratag ist am 4. Dezember und da werden Zweige von Apfel- oder Kirschbäumen abgeschnitten und ins Wasser gestellt, die dann am Weihnachtsfest aufblühen“, weiß Alicia. „Die Lichterbögen in den Fenstern haben den Bergleuten im Erzgebirge den sicheren Weg in der Dunkelheit nach Hause geleitet, denn im Winter war es schon dunkel, wenn sie heimkamen“, ergänzt Aron. Mit diesem Wissen bleiben Alltag und Kultur der Kumpel weiterhin erlebbar. Und das mehr als ein Jahr später, nachdem im Dezember 2018, das wissen die Kinder natürlich auch, die Bergleute das letzte Stück Steinkohle aus dem Schacht der Zeche Prosper-Haniel in Bottrop geholt haben.

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Einfach eine gute Zeit – in einem von 3.000 Chören des NRW-Verbandes

17.01.2020
22 Frauenstimmen – ein perfekter Einsatz: Beim Leistungssingen des Chorverbands NRW in Olpe begeisterte der Frauenchor der „Gemischten Stimmen BIGGEsang“ das Publikum. Und ist nach der positiven Bewertung der Jury einen wichtigen Schritt weiter auf dem Weg zum „Meisterchor“. Für die WDR-Zuschauer ist er das längst: Sie wählten „BIGGEsang“ zum besten Chor im Westen bei der gleichnamigen Fernsehshow.

22 Frauenstimmen – ein perfekter Einsatz: Beim Leistungssingen des Chorverbands NRW in Olpe begeisterte der Frauenchor der „Gemischten Stimmen BIGGEsang“ das Publikum. Und ist nach der positiven Bewertung der Jury einen wichtigen Schritt weiter auf dem Weg zum „Meisterchor“. Für die WDR-Zuschauer ist er das längst: Sie wählten „BIGGEsang“ zum besten Chor im Westen bei der gleichnamigen Fernsehshow.

Anspannung und Konzentration sind förmlich greifbar: Rund 90 Minuten vor dem Auftritt feilt Chorleiter Volker Arns mit den Sängerinnen noch einmal an der Intonation. Und vor allem am Timing. „Until we meet again“, erklingt es kraft- und gefühlvoll im Probenraum. Das irische Volkslied „Irish Blessing“ vermittelt den Wunsch und die Hoffnung, dass Gott seine schützende Hand über unsere Lieben hält – bis wir sie wiedersehen. „Dem Publikum auf eine so intensive und direkte Weise die Emotionen zu vermitteln, die in der Musik liegen, das schafft nur der Chorgesang“ sagt Volker Arns.

Bestnoten
Bei ihrem Auftritt in der Stadthalle von Olpe gelingt dies den Sängerinnen aus der Region rund um den Biggesee im Sauerland jedenfalls auf eindrucksvolle Weise. Für ihren Vortrag beim Leistungssingen des Chorverbands NRW ernten sie begeisterten Applaus – und erhalten durchweg Bestnoten von der Jury. „Die richtigen Töne zu treffen, ist die Grundlage“, erläutert die Juryvorsitzende und Landeschorleiterin Claudia Rübben-Laux. „Für die Bewertung spielen darüber hinaus natürlich Rhythmus, Dynamik, Textverständnis und nicht zuletzt die künstlerische Interpretation eine Rolle.“ In drei Kategorien treten die Chöre an: Angefangen von den sogenannten Leistungschören über die Konzertchöre bis zu den Meisterchören: Hier kommen alle Ebenen der Chormusik aus NRW zusammen. „Wir verstehen das nicht als Wettbewerb, sondern vielmehr als Standortbestimmung für die Chöre. Sie haben die Chance, professionelles Feedback zu erhalten, voneinander zu lernen und sich landesweit zu vernetzen“, so Rübben-Laux.

Ehrgeiz
Die „Frauenstimmen BIGGEsang“ haben sich in der Kategorie „Leistungschor“ auf hohem Niveau behauptet. Nach ihrem Erfolg in Olpe steht ihnen jetzt die nächste Stufe offen. „Ein gewisser Ehrgeiz und die Bereitschaft, intensiv zu proben, gehören natürlich dazu, wenn man als Chor weiterkommen möchte“, sagt Volker Arns. „Aber die Begeisterung und die Freude am Singen überwiegen bei Weitem.“ Nicht umsonst sind viele der Chormitglieder seit etlichen Jahren dabei. „Im Chor zu singen bedeutet, zusammen zu lachen und zu weinen und etwas zu erreichen. Es ist einfach eine gute Zeit“, sagt zum Beispiel die zweite Vorsitzende Bianka Clemens. Auch ihr Mann ist bei den „Gemischten Stimmen“ aktiv – aus ihrer Sicht „fetzt“ es noch einmal mehr, wenn die tieferen Männerstimmen mit dabei sind. „Gefetzt“ hatte es jüngst auch beim WDR-Wettbewerb „Der beste Chor im Westen“: Den entschieden die Sauerländer gegen vier weitere Final-Chöre für sich.

Gemeinschaften
„Singen macht glücklich, das bestätigen selbst Wissenschaftler“ sagt Regina van Dinther, Präsidentin des Chorverbands NRW. Seit ihrem 16. Lebensjahr singt die ehemalige NRW-Landtagspräsidentin selbst im Chor und engagiert sich heute vor allem für die Nachwuchsarbeit. „Unsere Chöre in NRW sind im wahrsten Sinne gute Gemeinschaften, die sich gegenseitig unterstützen und auf eine sehr kreative Weise miteinander kommunizieren“, so van Dinther. „Ich persönlich habe in meinem Leben erfahren: Durch das Singen im Chor können Menschen ihre Freude verdoppeln, Sorgen und Stress dagegen halbieren.“ Grund genug also, die Chöre und ihre Arbeit auch weiterhin zu fördern.

Für jede Generation
Als Zusammenschluss von fast 3.000 Chören mit über 200.000 aktiven und fördernden Mitgliedern ist der Chorverband NRW der größte Landesverband innerhalb des Deutschen Chorverbandes und der größte Kulturverband in NRW. Und die Verantwortlichen lassen sich einiges einfallen, um das Singen wieder stärker in die Familien und die Gesellschaft zu bringen. Ein Beispiel ist die Bildungsinitiative „Toni singt“: In diesem Rahmen qualifiziert der Chorverband NRW Erzieherinnen und Erzieher, Tagesmütter und Tagesväter und alle, die mit Kindern im Vorschulalter singen, für die vokalpädagogische Arbeit mit Kindern. „Das Singen hilft den Kindern nicht nur, ihre Konzentrationsfähigkeit zu erhöhen, sondern unterstützt auch den Spracherwerb“, erklärt van Dinther. „Die Kinder hören aufeinander, lernen Harmonie kennen, den bunten Klang – und sie lernen vor allem: Singen macht Spaß!“ Das gilt übrigens für jede Generation und Altersstufe. Und so fördert der Chorverband mit der Initiative „Sing mit – bleib fit" auch das gemeinschaftliche Singen von älteren Menschen in NRW.

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Während der vergangenen Jahrzehnte sind bereits mehr als 28 Milliarden Euro in das Gemeinwohl geflossen, 637 Millionen Euro allein im Jahr 2019. Davon profitieren alle in NRW – auch Sie!

Rock und Pop-Geschichten

11.04.2019
Frank Zappa lässt seine Gitarre aufjaulen. Aus dem Lautsprecher ertönt sein Hit „Dancin‘ fool“, doch der Sänger ist gar nicht Zappa. Ein Besucher des Rock’n’Pop-Museums Gronau singt und tanzt im Disco-Fieber. Die Karaoke-Box macht es möglich. Und die ist nur eine von vielen weiteren musikalischen Überraschungen, die das Museum bietet.

Frank Zappa lässt seine Gitarre aufjaulen. Aus dem Lautsprecher ertönt sein Hit „Dancin‘ fool“, doch der Sänger ist gar nicht Zappa. Ein Besucher des Rock’n’Pop-Museums Gronau singt und tanzt im Disco-Fieber. Die Karaoke-Box macht es möglich. Kerstin Kamlage vom Museum begleitet den Karaoke-Auftritt vom Tonstudio aus. Und wer sich dazu verkleiden möchte, dem steht ein schriller Kostüm- und Requisitenfundus zur Verfügung. Wem die Aufzeichnung seiner Karaoke-Darbietung gefällt, der kann sie sich auf einem USB-Stick nach Hause mitnehmen.

In der großen Turbinenhalle im Erdgeschoss ist jetzt die neu gestaltete Dauerausstellung zur Geschichte der Populärmusik zu erleben. Bereits 2004 wurde das Rock’n’Pop-Museum in Gronau gegründet. Es befand sich schon damals in dem Gebäude einer ehemaligen Textilfabrik. Nach zehn Jahren fiel der Entschluss zum Umbau, um „up to date“ zu bleiben. Die Welt der Popmusik ist schnelllebig, man denke nur an die rasante technische Entwicklung von der Schallplatte zum Tonband, der Magnet-Kassette, dem Walk Man, über die Compact Disc bis hin zum Download oder Streaming. Manchmal erlebt Altes auch eine Renaissance: wie die Vinylscheibe. Das Revival des Gronauer Museums kam Ende 2018.

Früher befand sich die Dauerausstellung noch im Keller des Museums. In der Turbinenhalle gab es Konzerte und Wechselausstellungen. Die Architektur der Halle konnte dabei nicht optimal genutzt werden. Jetzt befindet sich im Keller ein Konzert-Club für bis zu 300 Personen, die erwähnte Karaoke-Box und – als Prunkstück der Sammlung – das historische Tonstudio der Avantgarde-Band Can aus Weilerswist bei Köln.

Den Impuls zur Museumsgründung gab der gebürtige Gronauer und Ehrenbürger der Stadt, Udo Lindenberg. Der Panikrocker begrüßt die Besucher am Anfang des Rundgangs in gewohnt cooler Manier mit Hut und Sonnenbrille vom Bildschirm. Danach hebt sich der Vorhang wie in einem Theater, die Gäste werden mit Kopfhörern ausgestattet und erhalten die passende Audio-Erklärung zu jedem Ausstellungsstück. Das technisch optimierte Sound-System bietet hervorragenden Klang. Menschen mit Hörproblemen können sich die Töne für sie passend einstellen. 250.000 Euro Zuschuss für diese Medientechnik, sowie für eine optimierte Aufzugsanlage, die Menschen mit Beeinträchtigungen zugute kommt, erhielt das Museum von der NRW-Stiftung.

Sabine Thünenkötter, Sprecherin des Rock’n’Pop-Museums, erläutert das Konzept der neuen Dauerausstellung: „Die alte Präsentation war chronologisch aufgebaut, die neue besteht aus neun Themeninseln, an denen exemplarisch die Geschichte der Populärmusik erläutert wird. Jeder der neun Bereiche wird von einem Künstler repräsentiert, der idealtypisch für das jeweilige Leitmotiv steht.“ Elvis Presley, der bereits in den Fünfziger Jahren millionenfach angehimmelt wurde, repräsentiert das Thema „Der Künstler und seine Fans“. Gronau bekam einen Originalbrief des „Kings“ als Leihgabe, in dem dieser einer damals 13-Jährigen antwortet, die ihrem Idol ein Kuscheltier zugeschickt hatte. Während Elvis für die meisten Museumsbesucher bereits eine historische Figur ist, die sie selbst nicht mehr erlebt haben, lösen andere Ausstellungsstücke bei den Betrachtern nostalgische Gefühle aus. Stars und Songs der Siebziger bis Neunziger Jahre sind für viele eng mit der eigenen Jugendzeit verknüpft. Doch die Ausstellungsmacher gehen auch auf die Jugendlichen von heute ein. You-Tube-Stars oder das Revival des deutschen Schlagers mit Stars wie Helene Fischer bilden eigene Schwerpunkte in der Präsentation.

Der Gang durch die Dauerausstellung bleibt abwechslungsreich, denn von Zeit zu Zeit geht das Licht in der Halle aus, und rundherum wird auf vier Riesenleinwänden eine Bühnen-Show eingespielt. „Das nennen wir das Live-Konzert für die ganze Familie“, sagt Sabine Thünenkötter. An diesem Morgen ist ein Stück der holländischen Symphonic-Metal-Band „Within Temptation“ zu erleben. Die Pop-Musik der Niederlande ist besonders wichtig in der Gronauer Präsentation. Die holländische Grenze sei zwar nur 10 Kilometer entfernt, aber der kulturelle Austausch noch ausbaufähig, gibt die Museumssprecherin zu bedenken. „Es kommt vor, dass Leute in Enschede noch nie von Udo Lindenberg gehört haben. Umgekehrt kennen wir viele holländische Künstler nicht.“ Folgerichtig ist die Themeninsel „Rock und Rebellion“ dem niederländischen Musiker Hermann Brood gewidmet, der großen Einfluss auf die Punk- und New Wave-Szene hatte und auch hierzulande zu Bekanntheit und Popularität gelangte. Aber im Sinne der deutsch-holländischen Freundschaft und aus Liebe zur Musik, verschafft man sich am besten persönlich einen Eindruck vor Ort.

Gut für NRW: Jeder WestLotto Tipper hilft dem Gemeinwohl!
Ob LOTTO 6aus49, Eurojackpot oder Rubbellose – als Deutschlands größter Lotterieveranstalter mit staatlichem Auftrag steht WestLotto seit 1955 für ein sicheres und seriöses Spiel. Aber WestLotto macht nicht nur Tipper zu Gewinnern! Denn rund 40 Prozent der Spieleinsätze gehen an das Land Nordrhein-Westfalen, das damit Organisationen aus den Bereichen Sport, Natur- und Denkmalschutz, Wohlfahrt, Heimatpflege und Kunst und Kultur fördert – zum Beispiel die Nordrhein-Westfalen-Stiftung, die das Gronauer Museum in puncto Barrierefreiheit unterstützt hat. Während der vergangenen Jahrzehnte sind auf diese Weise bereits mehr als 27 Milliarden Euro in das Gemeinwohl geflossen, 652 Millionen Euro allein im Jahr 2018. Damit wird jeder Spieler bei WestLotto zum Denkmalschützer, Wohltäter, Sportförderer oder Kunstförderer.
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Burgherr in Sneakern

26.10.2017
Ein sonniger Spätsommertag im Münsterland. In der Idylle, zwischen Spaziergängern und Parkanlage, wird das „Schaustellen“-Festival auf Burg Hülshoff vorbereitet. Dr. Jörg Albrecht, der neue Künstlerische Leiter, springt von einem zum anderen – und ist voll in seinem Element. Mit ihm weht ein frischer kreativer Wind durch das Literaturzentrum...

Ein sonniger Spätsommertag im Münsterland. In der Idylle, zwischen Spaziergängern und Parkanlage, wird das „Schaustellen“-Festival auf Burg Hülshoff vorbereitet. Dr. Jörg Albrecht, der neue Künstlerische Leiter, springt von einem zum anderen – und ist voll in seinem Element. Mit ihm weht ein frischer kreativer Wind durch das Literaturzentrum. „Ich bin froh darum, Neues gestalten und frische Ideen umsetzen zu können“, berichtet der 37-jährige Künstlerische Leiter auf Burg Hülshoff in Havixbeck.

Dass die Droste-Stiftung bei der Suche nach dem Gründungsdirektor für das neue „Center for Literature“ ausgerechnet auf Facebook fündig wurde, spricht wohl für sich. „Eine Freundin, die Verlegerin ist, hatte mir die Ausschreibung gepostet. Da ich selbstverständlich die Droste-Literatur und diesen Ort kenne und schätze, habe ich mich einfach beworben – und freue mich sehr über das Vertrauen und den kreativen Freiraum, den mir die Stiftung gibt“, sagt Jörg Albrecht. Nach über zwölf Jahren in Berlin und nach verschiedensten Literatur- und Kunstprojekten, die sich mit moderner Urbanität auseinandersetzten, hatte der promovierte Literaturwissenschaftler und mehrfach ausgezeichnete Schriftsteller „Lust auf Neues“, wie er einräumt.

„Das, was da ist, ist eh schön – das gilt es zu pflegen, um darauf künstlerisch aufzusetzen und einen neuen Spannungsgrad aufzubauen“, benennt er die Ziele. „Veränderung bedeutet immer auch Kontinuität – gerade an solch einem Ort wie der Burg Hülshoff. Sie entstand nicht an einem Tag, mit Anbauten und verschiedenen Stilen hat sie sich immer wieder verändert. Und jetzt hat eben eine weitere Phase der Weiterentwicklung begonnen.“ Über fünf Jahre läuft Dr. Albrechts Vertrag, mindestens drei Jahre werden die geplanten Umbauten in Anspruch nehmen – das bedeutet allemal genug Zeit und Freiräume, um sowohl auf der Wasserburg als auch im touristisch ebenso beliebten Haus Rüschhaus neue Kunstformate zu wagen. „Die Besucher kommen mit ganz unterschiedlichen Droste-Rezeptionen hierher. Unsere Aufgabe ist die Vermittlung über das hinaus, was wir alle so in der Schule aufgeschnappt haben.“

So unprätentiös, wie Dr. Albrecht auf den ersten Blick wirkt, ist er auch im Gespräch. In Jeans, Sweatshirt und Sneaker würde man ihn inmitten der Schulgruppe nicht unbedingt für den Direktor eines Literaturzentrums halten. Ebenso unkompliziert und geradlinig geht er seit einem guten halben Jahr an seine Aufgabe heran. „Die ,Judenbuche‘, die gleichsam dem Krimi in der deutschen Literatur den Weg geebnet hat, ist natürlich Allgemeingut. Aber Annette von Droste-Hülshoff hat noch so viel mehr zu bieten, ihre Sprachkraft und den Witz etwa, wenn sie über diese Region und die Menschen schreibt“, erklärt er weiter. Statt klassischer Lesungen soll es vor allem Performatives geben – zum Beispiel Konzerte, die Lyrik und Musik zusammenführen. Und am Ende soll es neben aller Kunstvermittlung auch um Unterhaltung – oder „Show“, wie er selbst sagt – gehen.

Eine seiner Idee lautet beispielsweise, Literaten von heute dazu aufzufordern, sich nochmals mit der Autorin Droste zu beschäftigen, um neue Blickwinkel zu kreieren. So werden etwa im kommenden Jahr die Droste-Tage unter dem Thema Feministische Kunstpraxis stehen. Schließlich musste die Autorin selbst im 19. Jahrhundert zunächst unter Pseudonym schreiben, Veröffentlichungen als Frau waren zunächst undenkbar. Das Thema der Emanzipation wollen wir aufgreifen und weiterspinnen während der Droste-Tage.“ Dies ist nur ein Beispiel für Dutzende Ideen und die „andere Art der Werksvermittlung“, die Dr. Albrecht vorschweben: „Wir wollen die Autorin Droste-Hülshoff auf gänzlich andere Weise erlebbar machen.“ Und wer den Künstlerischen Leiter dabei beobachtet, ist schnell überzeugt: Er wird das mit Sicherheit schaffen!

Bleibt zum Schluss nur die Frage, ob der Literat Jörg Albrecht in den kommenden Jahren noch Raum für eigene Arbeiten findet. „Mir war natürlich vorher klar, dass wenig Zeit sein wird für meine Literatur. Derzeit bin ich hier voll eingespannt, will aber weiterschreiben. Langsamer zwar, aber dadurch vielleicht auch weniger hektisch und umso konzentrierter. Es muss nicht unbedingt alle zwei Jahre ein neues Buch geben.“

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Ob LOTTO 6aus49, Eurojackpot oder Rubbellose – als Deutschlands größter Lotterieveranstalter mit staatlichem Auftrag steht WestLotto seit 1955 für ein sicheres und seriöses Spiel. Aber WestLotto macht nicht nur Tipper zu Gewinnern! Denn rund 40 Prozent der Spieleinsätze gehen an das Land Nordrhein-Westfalen, das damit Organisationen aus den Bereichen Naturschutz, Wohlfahrt, Sport, Denkmalschutz, Kunst und Kultur fördert – wie zum Beispiel das Festival „Schaustellen“ auf Burg Hülshoff über die Kunststiftung NRW. Während der vergangenen Jahrzehnte sind auf diese Weise bereits mehr als 27 Milliarden Euro ins Gemeinwohl geflossen, 2017 allein rund 628 Millionen Euro. Damit wird jeder Spieler bei WestLotto zum Wohltäter, Denkmalschützer oder Kunstförderer.
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NRW Tourismus stellt besondere Menschen in NRW vor

02.05.2017
Externsteine, Kölner Dom oder Zeche Zollverein ... Nordrhein-Westfalen hat an Ausflugszielen einiges zu bieten, von Naturdenkmälern bis Industriekultur. Doch NRW wird nicht nur von Landschaften oder Gebäuden geprägt, sondern besonders von den Menschen....

Foto: Vater und Sohn Böhm im Erker
Fotohinweis: Ralph Sondermann

Tourismus NRW stellt unter dem Hashtag #neuentdecken in den nächsten zwei Jahren einige außergewöhnliche Frauen und Männer aus Nordrhein-Westfalen und ihre ganz persönlichen Geschichten vor, um so Lust zu machen, das Reiseland NRW wieder und neu zu entdecken.

Bisher auf der Website des Tourismus NRW zu finden sind eine berühmte Kölner Architektenfamilie, eine junge Frau, die in Münster als einzige Türmerin Deutschlands arbeitet, eine Opernsängerin aus dem Neanderland, die sich ganz der Natur verschrieben hat sowie ein Graf, der das Schloss seiner Vorfahren einen Ort für zukunftsfähige Landwirtschaft machen will:

Väter und Söhne
Gottfried Böhm ist einer der bedeutendsten Architekten des Landes. Als erster Deutscher 1986 mit dem Pritzker-Preis für Architektur ausgezeichnet, genießt er weltweites Ansehen. Allein 50 Kirchen schuf der Mann, der seit mehr als 80 Jahren in Köln lebt und wirkt, nach dem Krieg im Rheinland. Zu seinen bedeutendsten Bauwerken zählt Mariendom in Neviges Neanderland. Noch heute, im von 97 Jahren, kommt Böhm jeden Morgen ins Büro, wo mittlerweile seine drei Söhne Stephan, Paul und Peter ebenfalls als Architekten arbeiten. Jeder für sich – aber alle unter einem Dach.

300 Stufen zum Glück
„Wenn ich spät dran bin und mich beeilen muss“, sagt Martje Saljé, dann schaffe ich den Aufstieg auch mal zwei Minuten“. Die Frau hat Übung. Denn der Aufstieg, das sind immerhin 300 Stufen. Sechs Mal in der Woche steigt die gebürtige Bremerin, die in Norwegen aufwuchs, am Abend die schmale Stiege hinauf – zu ihrem Arbeitsplatz in die Türmerstube von St. Lamberti in Münster, um bis Mitternacht alle halbe Stunde von der Galerie das Signal des Türmerhorns erklingen zu lassen. Sie ist Deutschlands einzige Türmerin im öffentlichen Dienst, hoch oben über den Dächern der Bischofsstadt.

Der Ruf des Uhus
Als Uta Wittekind ihren Uhu aus der Voliere holt, trägt sie am linken Arm einen großen, schon leicht abgewetzten Lederhandschuh. Daran ein dicker Karabinerhaken, mit dem sie den Vogel anleint. Denn kaum im Freien, breitet das Tier seine mächtigen Flügel aus und will davonfliegen. Doch schnell kann die Falknerin Uwe wieder beruhigen. Die ehemalige Opernsängerin und ihr gefiederter Freund sind ein gut eingespieltes Team. Gemeinsam bringen sie Besuchern der Wald-Forscher-Station in Wülfrath die Natur auf ganz besondere Weise nahe.

Neues Leben im Schloss
Wenn Severin Graf von Hoensbroech über seine Pläne mit Schloss Türnich erzählt, gerät er ins Schwärmen. Denn der 45-Jährige, der Schlossherr, Hausmeister und Unternehmer in Personalunion ist, will gemeinsam mit seiner Frau das Schloss seiner Vorfahren aus dem 18. Jahrhundert wieder zum Leben erwecken. Ein Museum soll es nicht werden. „Das ist mir zu retro“, sagt der Familienvater. Schon heute toben seine vier Kinder im Schlosspark. Das Schloss selbst gleicht noch einer Ruine, soll aber in Zukunft private Veranstaltungen und Tagungen, Theateraufführungen und Lesungen genauso wie Hoffeste und Regionalmärkte beherbergen.

Wer neugierig geworden ist, kann auf http://www.nrw-tourismus.de die Geschichten mit Bild und Ton erleben und nebenbei alte und neue Orte in NRW kennenlernen.

Tür auf zu einer neuen Welt

21.04.2017
Wie viele Welten gibt es? Und wie viele Blicke auf sie? Wer „anders“ ist, hat es in unserer Gesellschaft oft nicht leicht. Das Tanztheaterstück „Mein Schloss“ wirft einen Blick hinter die Mauern. Es soll dabei helfen, die Welt von Autisten besser zu verstehen. Dieses Anderssein mit seinen Herausforderungen und seiner eigenen Schönheit kennenzulernen, das Fremde aber auch die vertrauten Elemente darin wiederzuentdecken. Initiator des Projekts ist der Vereins Autismus Wuppertal/Düsseldorf-Bergisches Land e.V. Unterstützt wird er dabei von der GlücksSpirale, der Lotterie, die Gutes tut von WestLotto...

Foto: Das Tanztheaterstück „Mein Schloss“ soll dabei helfen,
die Welt von Autisten besser zu verstehen.
Fotohinweis: Ralf Silberkuhl

Jean Laurent Sasportes leitet das Stück
Das Stück wurde unter der künstlerischen Leitung des Tänzers und Choreographen Jean Laurent Sasportes von einem Ensemble aus Tänzern und Musikern gestaltet. Die Mitwirkenden brachten ihre Beobachtungen, Erlebnisse und Gedanken zum Thema Autismus ein, entwickelten Gesten, Bewegungselemente, musikalische Sequenzen und machten daraus gemeinsam „Mein Schloss“. Die Betroffenen aus den Einrichtungen des Autismus-Vereins steuerten Gesten bei, die in die Szenen auf der Bühne mit eingebaut wurden. Ihre Blicke sind als Projektionen sichtbar.

Gesellschaftliches Phänomen
Im vergangenen Jahr feierte das Stück Premiere. Jetzt wird es aufgrund des großen Erfolgs wiederholt. Und wirft Fragen bei den Zuschauern auf. Leiden wir nicht fast alle wie Autisten durch Handy, Computer und Co. an Reizüberflutung? Leidet darunter die direkte Kommunikation? Werden persönliche Begegnungen unwichtiger? Mit seiner Inszenierung öffnet Sasportes die Türen zum Schloss und regt hinter den Mauern zum Nachdenken an.

Multi-Kulti macht mobil

19.10.2016
Vorbei an Himbeersträuchern, über umgeknickte Bäume klettern und durch jede Menge Laub und Matsch laufen: Für viele Flüchtlinge war das eine ganz neue Erfahrung. Nie zuvor in ihrem Leben waren sie im Wald. Beim Ausflug des Multikulturellen Forums e.V. (MkF) ging es für sie raus in die Natur. Auf Einladung der Waldschule Cappenberg machten sie viele interessante Erfahrungen – auch wenn der Respekt vor den unwegsamen Pfaden, den Insekten und anderem Kleingetier, das vor ihren Füßen auf dem Boden krabbelte, anfangs groß war.....

BU: MkF-Geschäftsführer Kenan Küҫük (links),
Fachbereichsleiterin Evrim Oezay-Sasmaz (Mitte) und
Landesgeschäftsführer des Paritätischen NRW Hermann Zaum (rechts)
vor dem neuen Transporter.

Begleiter Oliver Bellaire wusste Abhilfe zu schaffen: „Giftige Tiere gibt es hier nicht. Ihr könnt fast alles anfassen, nur bei den Brennnesseln dort wäre ich etwas vorsichtig“, erklärte er den Ausflüglern. Aber selbst dann hätte der Waldführer noch Tipps zur Schmerzlinderung auf Lager gehabt.

Die Gruppe der Flüchtlinge fand schnell zueinander. Nach kurzem Zögern spazierten letztlich doch alle vor- und rückwärts über einen umgestürzten Baumstamm. Das schafft Vertrauen – zu den anderen Menschen in der Gruppe und in die eigenen Fähigkeiten. Wichtig, um sich in der neuen Heimat wohlzufühlen und Fuß zu fassen.

Das Multikulturelle Forum hilft Ihnen dabei. Die Inklusion und Integration von Migranten ist Kern der Arbeit der Mitarbeiter in verschiedenen Zweigstellen in NRW. „Ziel ist es, möglichst alle Menschen an unseren Angeboten teilhaben zu lassen“, sagt Kenan Küҫük, Geschäftsführer des Multikulturellen Forums.

Dafür brauchen sie Unterstützung. Die gibt es zum Beispiel von der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von WestLotto. Gerade erst konnte durch die finanzielle Hilfe der GlücksSpirale ein neuer Transporter angeschafft werden. Eine echte Erleichterung für Senioren, Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen oder Flüchtlinge, die oft in ihrer Mobilität stark eingeschränkt sind. Fachbereichsleiterin Evrim Oezay-Sasmaz: „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass diese Menschen sehr häufig mit Hürden konfrontiert sind, wenn es darum geht, bestimmte Lern- oder Veranstaltungsorte zu besuchen, die abseits der normalen Kursräume liegen.“ Dank des neuen Transporters können nun alle an den Angeboten und Ausflügen teilnehmen.